Warum „einfach loslassen“ oft nicht funktioniert

Gabriele Weber

Systemischer Coach & Expertin für Aufstellungsarbeit

1. Februar 2025

„Lass es doch einfach los!“ – Wie oft hast du diesen gut gemeinten Ratschlag schon gehört? Ob nach einer Trennung, bei alten Verletzungen oder negativen Gedanken, die sich hartnäckig festsetzen – loslassen soll die ultimative Lösung sein. Doch was, wenn es nicht funktioniert? Wenn du merkst, dass alte Emotionen, Muster oder Prägungen dich immer wieder einholen?

Die Wahrheit ist: Einfach loslassen klappt nicht, weil unser Unterbewusstsein nicht auf Knopfdruck funktioniert. Stattdessen braucht es bewusste Prozesse, um sich nachhaltig von belastenden Gedanken und Emotionen zu befreien. In diesem Artikel erfährst du, warum das so ist – und welche Ansätze wirklich helfen.


Warum das bloße Loslassen oft scheitert

1. Unser Gehirn liebt Sicherheit

Unser Verstand ist darauf programmiert, Sicherheit zu suchen. Selbst wenn uns alte Muster schaden, sind sie uns vertraut. Sie geben uns eine (wenn auch ungesunde) Form von Stabilität. Loslassen würde bedeuten, ins Ungewisse zu springen – und das löst Angst aus.

2. Emotionale Wunden brauchen Heilung, nicht Verdrängung

Oft denken wir, dass Loslassen bedeutet, nicht mehr an etwas zu denken. Doch Verdrängung ist keine Lösung. Unverarbeitete Emotionen speichern sich im Körper und im Unterbewusstsein. Sie tauchen immer wieder auf – in Form von Triggern, Angstzuständen oder unerklärlichen Emotionen.

3. Loslassen ist kein aktiver Prozess

Loslassen geschieht nicht durch ein bewusstes „Ich lasse das jetzt los“, sondern ist das natürliche Ergebnis eines tiefen inneren Prozesses. Wie ein Blatt, das sich erst dann vom Baum löst, wenn es bereit ist.


Was hilft wirklich? Drei nachhaltige Wege zur inneren Befreiung

1. Gefühle annehmen, statt sie zu bekämpfen

Statt krampfhaft loslassen zu wollen, kann der erste Schritt sein, deine Emotionen bewusst wahrzunehmen und zu akzeptieren. Frage dich:

  • Welche Emotionen stecken dahinter?
  • Was wollen sie mir sagen?
  • Welche ungelösten Themen kommen hoch?

Ein achtsamer Umgang mit deinen Gefühlen hilft dir, alte Wunden zu heilen – und dadurch geschieht Loslassen oft ganz von selbst.

2. Die Wurzel erkennen: Welche Prägungen halten dich fest?

Häufig stecken hinter unserer Unfähigkeit loszulassen unbewusste Glaubenssätze oder Muster. Diese können aus der Kindheit stammen oder aus wiederkehrenden Erfahrungen in deinem Leben. Mögliche Blockaden könnten sein:

  • „Ich muss stark sein und alles alleine schaffen.“
  • „Ich bin es nicht wert, glücklich zu sein.“
  • „Wenn ich loslasse, verliere ich Kontrolle.“

Durch gezielte Reflexion oder Unterstützung kannst du diese Muster erkennen und transformieren.

3. Körperarbeit und energetische Lösungen nutzen

Emotionen sind nicht nur mentale Konstrukte – sie sitzen auch im Körper. Sanfte Methoden wie:

  • Atemübungen
  • Meditation
  • EFT (Emotional Freedom Techniques)
  • Körpertherapie können helfen, gespeicherte Emotionen sanft zu lösen und Loslassen auf tiefster Ebene zu ermöglichen.

Loslassen geschieht, wenn du bereit bist

Loslassen ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess. Es geht darum, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, emotionale Wunden zu heilen und innere Blockaden zu lösen. Erst wenn wir anerkennen, warum wir festhalten, können wir uns wirklich befreien.

Wenn du dabei Unterstützung suchst, lade ich dich ein, mehr über meine Arbeit zu erfahren. In meinen Sessions helfe ich Menschen wie dir, alte Muster zu lösen und ein authentisches Leben zu führen. Lass uns gemeinsam herausfinden, was du wirklich brauchst, um endlich loszulassen.

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